!!! Achtung: Wichtige Hinweise zum Lösen der Aufgaben der Übung 3 !!!

Die Übung 3 beinhaltet zwei praktische Aufgaben, die Sie mit dem CASE-Werkzeug "Rational Rose 98" lösen sollen.
Sie können sich eine Demoversion (30 Tage) dieses Programms herunterladen (Zip-Datei: 23,4 MB): Download Rational Rose 98
oder
die Rechner im Zip-Pool HG 1-68 nutzen. Diese Rechner sind von 8.00 -14.00 Uhr an folgenden Tagen für Sie reserviert:

28.11.01 / 05.12.01 / 06.12.01 / 12.12.01 / 13.12.01

Die Aufgaben sind bis auf die Objektdiagramme (Teilaufgaben 3c und 4b) komplett mittels Rational Rose 98 zu bearbeiten. Abzugeben ist dann ein Word-File, welches die zur Beantwortung notwendigen Screen-Shots aus Rational Rose 98 sowie zusätzlich die Grafiken für die Objektdiagramme enthält.

Bei eventuell auftretenden Problemen im Zip-Pool bitte an Herrn Eberwein wenden: eberwein_AT_informatik.uni-leipzig.de


LE07-Aufgabe 3

konstruktive Aufgabe, Muss-Aufgabe, 6 Punkte

Lernziel

Für gegebene Beispiele die behandelten Konzepte problemgerecht auswählen und anwenden können. Kardinalitäten problemgerecht identifizieren und in der UML-Notation beschreiben können. Für gegebene Beispiele geeignete Diagramme (Klassen-, Objekt-, Kollaborations-, Sequenzdiagramm) auswählen und in UML-Notation zeichnen können.

Aufgabenstellung

In der Lehreinheit 6, Aufgabe 3, haben Sie bereits die Firma kennen gelernt, die sich durch ein zu entwickelndes Software-System in die Lage versetzen möchte, ihre Telefonanlage zu verwalten.
Dabei sollten in einem ersten Schritt eine Klasse Telefon und eine Klasse Telefonanlage spezifiziert werden. Jedes Telefon ist an eine Telefonanlage angeschlossen. Die Telefonanlage stellt die Verbindung zum Telefonnetz der Post her und kann maximal 901 Nebenstellen verwalten (3-stellige Durchwahl, 0 für die Zentrale). Für jedes Telefon müssen die Nebenstellennummer des Apparats, die Berechtigungsstufe (international, national, intern) sowie der Aufstellort und die Anzahl der verbrauchten Einheiten gespeichert werden. Es soll möglich sein, ein Telefon zu sperren, wenn eine Maximalzahl von Einheiten verbraucht ist. Dazu gibt es eine Operation Sperren, die die verbrauchten Einheiten mit einer für alle Apparate individuell festgelegten maximal erlaubten Telefoneinheitenanzahl vergleicht. Es gibt eine Operation »Gesamt-Sperren«, die an alle Telefone die Botschaft Sperren schickt.
Für die Telefonanlage wird die Anzahl der zur Verfügung stehenden Amtsleitungen, die Amtnummer und eine Anlagenkennung gespeichert.

a Erweitern Sie das Klassen-Diagramm des beschriebenen Szenarios aus LE 6 um Assoziationen und Kardinalitäten und passen Sie es an den dargestellten Sachverhalt an.

b Durch den technischen Fortschritt ist es erforderlich geworden, das Software-System um verschiedene Telefonarten zu erweitern (Fax und ISDN-Gerät). Bei Fax-Geräten muss zusätzlich zu den Telefondaten die Stationskennung (Text) und bei ISDN-Geräten die Art des Anschlusses (Modem, PC-Karte, Telefon) gespeichert werden. Ändern Sie das Klassendiagramm so ab, dass der neuen Situation Rechnung getragen wird. Die bereits definierten Klassen sollen möglichst unverändert übernommen werden.

c Erstellen Sie für diese erweiterte Telefonanlage ein Objekt-Diagramm mit drei unterschiedlichen Arten von Nebenstellenapparaten in UML-Notation.


LE07-Aufgabe 4

konstruktive Aufgabe, Muss-Aufgabe, 6 Punkte

Lernziele

Für gegebene Beispiele geeignete Diagramme in UML-Notation (Klassen-, Objekt-, Kollaborations-, Sequenzdiagramm) auswählen und zeichnen können. Dynamische Abläufe durch Kollaborations- und Sequenzdiagramme in UML-Notation veranschaulichen und mit CASE-Werkzeugen erstellen können.

Aufgabenstellung

Diese Aufgabe haben Sie schon in der vorigen Lerneinheit (Übung 3) so ähnlich kennen gelernt. Sie wird nun um das neu Erlernte erweitert.

a Modellieren Sie folgenden Sachverhalt in einem Klassendiagramm:
/1/ Es sollen Kunden verwaltet werden.
/2/ Zu einem Kunden wird sein Name verwaltet, außerdem kann ein Konto über die Operation »anlegen Konto« angelegt werden.
/3/ Zu einem Konto werden Kontonummer und Kontostand verwaltet. Diese beiden Werte können schon bei der Erzeugung eines Kontos übergeben werden.

b Zeichnen Sie ein Objektdiagramm, bei dem ein Kunde Norbert Meier über ein Konto mit der Nummer 0815 und einem Guthaben von 2000 DM verfügt.

c Zeichnen Sie ein Kollaborationsdiagramm und ein Sequenzdiagramm, die zu dem unter b spezifizierten Endzustand führen (Anlegen neuer Objekte usw.). Verwenden Sie hierzu ein CASE-Werkzeug.